Samstag 25.04.2026 16:00 Uhr

Das Grenzlandtheater

Görlitz | Theater Görlitz (Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH)

„Auf irgendeine Weise fehlte es der Atmosphäre an Unschuld, an Zwanglosigkeit. Man verstand bald, dass Politisches umging, die Idee der Nation im Spiel war.“ Thomas Mann Mario und der Zauberer In ihrem Buch Das Grenzlandtheater in Zittau 1934-36 zeichnen Jos Tomlow und Sabine Spitzner-Schmieder den Theaterneubau in der Zeit der Nationalsozialisten nach. Unmittelbar nach der Machtübernahme 1933 fand die Planung des ersten von insgesamt drei Grenzlandtheatern unter aktiver Teilnahme höchster politischer Kreise statt. Theater wurde als wichtiger Bestandteil der rechten Propaganda eingegliedert und gehörte damit zur Strategie, die letztlich in den Abgrund führte. Wie haben die Machthaber Theater gedacht, geplant und umgesetzt? Wie interpretierten sie klassische Stoffe für ihre Ideologie? Wie zeigte sich die nationalsozialistische Gesinnung im konkreten künstlerischen Alltag, auf Proben oder in der Kantine? In einer szenischen Installation stellen wir spartenübergreifend das Gerhart-Hauptmann-Theater selbst ins Zentrum eines Theaterabends und nehmen das Publikum mit auf einen Parcours hinter und unter die Bühne.‎ Sie als Besucher sind Teil der spartenübergreifenden Inszenierung und werden durch einen mit Szenen untermalten Rundgang vom Keller bis unters Dach in die Zeit ab der Eröffnung des Theaters im Jahr 1936 zurückversetzt. Um Ihnen auch außerhalb des Schauspielhauses in Zittau das Theatererlebnis anbieten zu können, wurde ein 360° Film produziert, der, durch virtuelle Brillen angeschaut, ein Gefühl des „live dabei seins“ vermittelt.

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Veranstaltungsort:
Theater Görlitz (Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH)

Demianiplatz 2

02826 Görlitz

Telefon:

Tel.: +49 3581 47470

Fax: +49 3581 474736

E-Mail:
info@g-h-t.de

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